Bild einer gesunden und einer verengten Atherie.
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Cholesterin ist in aller Munde. Alle reden über die stille Gefahr – hohe Cholesterinwerte tun ja nicht weh! Doch die wenigsten wissen wirklich über Cholesterin und ihr persönliches Risikoprofil Bescheid. Wir von der monasan GmbH haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Cholesterin ist ein unentbehrlicher Baustein aller Zellwände, wird für die Produktion unserer Gallensalze und somit für die Fettverdauung benötigt, dient zur Herstellung unserer Hormone und des wichtigen Vitamin D3. Es schützt uns sogar vor Infekten und Krebs. Kursiert jedoch zu viel davon in unseren Adern, lagern sich Partikel davon in den Gefäßwänden ab. Es kommt zu Verengungen in den Arterien – und zur gefürchteten Verkalkung des Gefäßsystems (Arteriosklerose). Und die erhöht laut einer Harvard-Studie das Herzinfarktrisiko um bis zu 35 Prozent.

Wie gefährlich sind erhöhte Cholesterinwerte wirklich?

Ein Wert über 200 mg/dl galt früher generell als behandlungsbedürftig. Ein isoliert betrachteter Gesamtcholesterinwert wird nunmehr als wenig aussagekräftig betrachtet. “Wir sehen immer wieder Patienten, die einen Cholesterinwert von unter 200 mg/ dl hatten und trotzdem einen Herzinfarkt bekamen. Andererseits gibt es viele Menschen mit Werten über 250 mg/dl, die trotzdem nicht infarktgefährdet sind”, sagt der Arteriosklerose-Experte Professor Gerd Assmann.

Wichtig bei der Beurteilung des eigenen Fettstoffwechsels und seines Risikoprofils ist vielmehr der Gehalt an “bösem” LDL-Cholesterin, das sich an den Gefäßwänden ablagert.

Das “gute” HDL-Cholesterin hingegen löst das eingelagerte Fett aus den Gefäßen und bringt es zur Leber zurück – hier sind hohe Werte sogar erwünscht.

Ab dem 35. Lebensjahr sollte jeder zum Hausarzt gehen und seinen Gesamtcholesterinwert, LDL- und HDL-Cholesterin sowie die Triglyceride messen lassen. Ab diesem Zeitpunkt steht jedem Patienten in einem Abstand von zwei Jahren eine Kontrolle seiner Blutwerte zu. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

Die Gefäßschutz-Formel lautet:

LDL

= < 4

HDL

Sprich: Ein Ergebnis von unter 4 gilt als ideal. Bei Werten darüber droht hingegen ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko.

Bin ich mit hohen LDL-Cholesterin-Werten ein Risikopatient?

Erhöhtes Cholesterin allein sagt über das Infarktrisiko nichts aus. Kommen jedoch Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen, Bewegungsmangel, Diabetes, Arteriosklerose, Übergewicht oder eine Häufung von Infarkten in der Familie (Vererbungsrisiko, familiäre Disposition) hinzu, verschärft sich die Situation. Denn die einzelnen Risikofaktoren addieren sich nicht – sie potenzieren sich um ein Vielfaches.

Welche Risikofaktoren sind gemeint?

  • Alter (Männer über 45, Frauen über 55 Jahre),
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Rauchen
  • HDL niedriger als 40 mg/dl
  • frühere Herzinfarkte oder koronare Herzkrankheiten in der Familie (besonders risikoreich: Herzinfarkt bei Vater oder Mutter vor dem 50. Lebensjahr)
  • Fettleibigkeit
  • Arteriosklerose
  • Bewegungsmangel

Was ist das Metabolische Syndrom?

Im Wesentlichen umfasst der Begriff “metabolisches Syndrom” die vier Hauptrisiken wie Störungen im Zuckerstoffwechsel Diabetes), Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck.

Wie bestimme ich mein individuelles Risiko? Wie hoch sind die Grenzwerte?

Allgemeingültige Zielwerte für den Cholesterinspiegel im Blut gibt es nicht.

Bei gesunden Menschen ohne Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten liegt der Grenzwert für das gefäßschädigende “böse” LDL-Cholesterin bei 160 mg/dl (bis max. 190 mg/dl) oder 4,13 mmol/I (bis max. 4,94 mmol/l).

Bei Menschen, deren Risikofaktoren eine Arterienverkalkung, Diabetes oder ein Herzinfarkt sind, sollte das LDL-Cholesterin unter 100 mg/dl liegen, bei schweren Fällen sogar unter 70 mg/dl.

Bei Personen, bei denen Arteriosklerose noch nicht erkennbar ist, die aber mehr als zwei Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen oder Übergewicht haben, sollte der LDL-Wert 130 mg/dl nicht überschreiten. Studien zeigen übrigens: Nach 12 Wochen mit ballaststoffreicher Ernährung (Obst, Gemüse) sind die Cholesterinwerte oft deutlich gesenkt.

Risikofaktoren* LDL-Zielwerte unter
0 bis 1 Risikofaktor 160 mg/dl bzw. 4,13 mmol/l
2 und mehr Risikofaktoren 130 mg/dl bzw. 3,38 mmol/l
KHK oder Diabetes oder erlittener Herzinfakrt 100 mg/dl bzw. 2,6 mmol/l
KHK, zusätzlich Diabetes oder metabolisches Syndrom** 70 mg/dl bzw. 1,8 mmol/l
  • * Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen, frühere Herzinfarkte oder koronare Herzkrankheiten in der Familie, HDL niedriger als 40 mg/dl, Alter (Männer über 45 Jahre, Frauen über 55 Jahre), Fettleibigkeit
  • ** Fettleibigkeit, erhöhte Blutzuckerwerte, Fettstoffwechselstörung, Bluthochdruck

Wie senke ich zu hohe Werte?

Bevor Ärzte Medikamente verschreiben, sollten erst alle anderen Möglichkeiten versucht werden. Schon eine Veränderung  des eigenen Lebensstils kann viel bewirken.  Dabei sollte der Speiseplan überdacht werden und auch dreimal Ausdauersport à 30 Minuten pro Woche senkt den Cholesterinspiegel.

Welche Lebensmittel erhöhen meinen LDL-Cholesterin-Wert?

Vor allem tierische Fette wie Wurst (Cervelat, Salami, Leber- und Mettwurst), Innereien und Schweinefleisch treiben den LDL-Wert in die Höhe. Auch Schweineschmalz, Mayonnaise, Kokosfett und Palmöl fallen darunter. Bei Meeresfrüchten wie Shrimps und Miesmuscheln, fette Käsesorten, Sahnejoghurt und Schlagsahne sollten Sie ebenfalls aufpassen. Richtig dramatisch wird es allerdings, wenn die Lebensmittel mit Transfetten kombiniert werden – das sind Fette, die bei der industriellen Härtung entstehen und die in Fertiggerichten und Frittiertem stecken.

Tipps für eine bewusste Ernährung als Prävention bzw. bei hohen Cholesterinwerten!

  • Vitamin C – reiche Ernährung (Obst, Gemüse) senkt den Cholesterin-, LDL- und Lipoprotein (a) – Wert und erhöht das gute HDL
  • Omega-3-Fettsäuren in Form von Fisch, Wild und Pflanzenölen sollte regelmäßig auf dem Speiseplan stehen
  • Antioxidative Pflanzenstoffe z.B. in gelbem und rotem Gemüse und Früchten sowie Flavonoide aus Tee, Grapefruit oder roten Trauben
  • frisch gepresste Frucht- und Gemüsesäfte liefern viele Vitamine, Mineralien, Enzyme und Antioxidantien, die zur Leberentlastung beitragen
  • Bitterstoffe wie Andorn, Engelwurz, Löwenzahn, Enzian, Gänseblümchen, Hopfen, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Wermut, Olivenblatt fördern die Gallebildung in der Leber
  • Artischocken hilft bei der Senkung des Cholesterinspiegels durch Hemmung der Cholesterinsynthese und fördert die Regeneration der Leber
  • Hafer, Haferkleie, Gerste oder Gerstenkleie als Ernährungsbestandteil können den Cholesterinspiegel helfen zu senken

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